29. April 2019: „Druckfrisch“ in den Mai

Ausstellungseröffnung in der VHS Bergisch Gladbach morgen, am 30. April 2019, ab 19 Uhr

Dagmar vom Grafen-Connolly (oben im Bild) als Organisatorin der Künstlergruppe ZWEIFELLOS und VHS-Leiter Michael Buhleier freuen sich auf Ihren Besuch

Die UNESCO hat im März vergangenen Jahres die traditionelle Druckkunst in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Grund genug für Kunstfreund Michael Buhleier, mit der Ausstellung der internationalen Künstlergruppe diese Jahrhunderte alte Kunstform zu würdigen.

17 KünstlerInnen aus Belgien, Deutschland und England präsentieren ihre aktuellen druckgraphischen Werke anlässlich ihrer 10-jährigen Zusammenarbeit. Auch die in Bergisch Gladbach ansässigen Eckard Alker, Walter Hanel, Maren Hoch und Lothar Sütterlin zeigen Exzerpte ihrer Arbeiten.

Vom Grafen-Connolly als Mitorganisatorin war den ganzen Vormittag damit beschäftigt, ihren Künstler-KollegInnen bei der Hängung ihrer Arbeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bevor sie sich um die finale Hängung ihrer eigenen Werke kümmerte, die bescheiden im hinteren Eckchen der ersten Etage rechts neben Buhleiers Chef-Büro ihren Platz gefunden haben, ließ sie sich heute Mittag für fünf Minuten in ein Gespräch verwickeln, um ein wenig über sich und ihre Drucke zu erzählen.

Sehr finster arbeite sie. Und deutet auf ihre persönliche Lieblings-Arbeit. Der nebenstehend abgebildete Druck ist ein Porträt ihres Gatten, das an und für sich schon fertig war. Licht und hell. Es war sogar schon signiert.

Doch dann ereilte das glückliche Paar die ärztliche Nachricht, dass für den Porträtierten eine Herz-Operation unumgänglich sei. Und so sublimierte die in Düsseldorf geborene und nun in Belgien lebende Künstlerin all ihre Emotionen, indem sie das lichte Porträt weiter entwickelte.

Michael Buhleier hält um 19.00 Uhr die Eröffnungsrede und Dagmar vom Grafen-Connolly führt im Anschluss in die Welt der Druckgraphik ein.

Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos.


Text & Lichtbilder: ©2019 @dieterroeseler – Alle Rechte vorbehalten

19. April 2019: Il est cinq heures, Paris s’éveille

Köln auch. Genauer: Bensberg-Lückerath. Jedenfalls dann, wenn man die noch geltende Sommerzeit außer Acht lässt.

Der volle Mond schickt sich an, malerisch hinter dem Kölner Panorama zu versinken. Dankenswerterweise exakt zur Morgendämmerung. Und obendrein in einem Winkel, der von meinem Balkonien aus betrachtet ein passables Bild verspricht.

Also: Die lange Tüte auf den Kamera-Korpus und Beides aufs Stativ… Kaffee kochen und Speicherkarte einlegen. Seit dem Blutmond im letzten Sommer hab‘ ich mich (nicht nur) lichtmalerisch mit dem Erd-Trabanten so häufig beschäftigt, dass sich die perfekte Zeit-Blenden-Kombination quasi selbsttätig einstellt.

Die Welt die monden ist | Hannelore Elsner rezitiert Rilke

Noch steht er zu hoch am Firmament, das beginnt, vom tiefen Blau der Nacht in ein zartes Purpur zu changieren. Wie amüsant… die Kardinalsfarbe. Am Kreuzigungstag.

Zeit zu sinnieren. Über Gott. Die Welt. Und über Chargesheimer, der heute in exakt einem Monat seinen 95sten Geburtstag feiern könnte. Wenn er noch lebte. Ihm würde sicher gefallen, dass die Domspitzen von hier aus nicht auszumachen sind. Einer der vierundzwanzig Nadelbäume aus Nachbars Garten verdeckt sie. Also wähl‘ ich den charakteristischen Pylon der Severinsbrücke als linke Bildbegrenzung. Und warte auf ein wenig mehr Dämmerungslicht. Und darauf, dass der Mond dem Horizont noch ein wenig weiter entgegen wandert… JETZT!

Monduntergang über Köln | 19. April 2019

5Uhr34 und 34 Sekunden würden die Metadaten der Bilddatei als Belichtungszeitpunkt ausweisen, wenn die Kamera-Uhr nicht auf Sommerzeit eingestellt wäre.

Während der Ausarbeitung des Lichtbildwerks am Rechner sehe ich, dass ein lieber Facebook-Freund mir einen YouTube-Link geschickt hat. Sting – ich mag Sting. Sehr. Im Duett mit einer Französin: „Stolen Car“. Ich bin begeistert. Sowohl vom Song als auch vom Video.

Und meine Gedanken fliegen nach Paris. Zugegeben: Meine Gefühle auch. Ich stöbere in den Zeugnissen meines letzten Aufenthalts dort und vernehme den lautlos-lauten Ruf der Stadt der Liebe, ihr baldmöglichst wieder die Ehre zu erweisen.

Paris, Montmartre | 24. Mai 2018

Je tiefer ich eintauche in die Bilddokumente, desto unbedingter ruft sie in meinem Kopf nach mir: eine Vielzahl von „Cinquante-et-uns-du-Jour“… die Bouquinistenauslagen an der Pont Neuf… schöne Weiber und gelassene Kerle am Seine-Ufer…

… und schließlich der etwas verloren wirkende junge Mann am Gare du Nord – wartet er auf die Ankunft seiner Liebsten?! Wie auch immer: „Il est cinq heures [trente-deux, sagen die Metadaten], Paris s’éveille

Morgendämmerung am Gare du Nord | 26. Mai 2018

Der Legende nach ist dieser französische Chanson mitverantwortlich für den Titel von Chargesheimers opus sumum namens „Köln 5Uhr30“. Der Kreis schließt sich. Wie ein Vollmond. Und es ist beschlossen: ich werd‘ Dich wiederseh’n, Paris mon amour.

J’arriverai. Bientôt!

Frohe Ostern allerseits!!!

17. April 2019: Das (Dorf-) Leben ist schön

Ich mag sie, die kleinen Schwestern der großen Städte: Ob nun Bensberg, Kleinmachnow oder Schwane- und Worpswede. Um’s mal pointiert mit der unvergessenen Romy Schneider zu schreiben: ich mag sie sogar sehr.

Die Wege sind bedeutend kürzer als in den Metropolen Berlin, Bremen und Köln. Zum Beispiel bei der Anmeldung des neuen Wohnorts: in keinem der Dörfer, in denen ich leb(t)e, mußte ich länger als 15 Minuten Wartezeit hierfür aufwenden. Selbst eine nicht ganz alltägliche Angelegenheit wie der formelle Antrag auf einen Künstler- respektive Ordensnamen benötigte seinerzeit deutlich weniger als eine Woche Bearbeitungszeit in der kleinen, aber offenbar hoch effizienten Verwaltung von Schwanewede.

Vor Allem aber:

Tradition und Brauchtum werden gepflegt. Und gelebt.

So findet heuer bereits zum vierten Mal in Folge im Bensberger Ristorante Italia am 30. April kein „Tanz in den Mai“ statt, sondern das von „Einfach Eddi“ initiierte und mit viel Herzblut und großem Engagement gefütterte Charity-Diner zugunsten des Heilpädagogischen Kinderheims. Die diesjährige Auflage steht unter dem Motto „Kindern Flügel Verleihen“.

Ein guter Zweck, für den Eddi unermüdlich trommelt und trommelt. So, dass sich Jeder vor den Karren und einspannen lässt. Und zwar: gerne einspannen lässt! Von Moderator Sebastian Hempfling, der durch den Abend führen wird, über Restaurant-Inhaber Valentino Bruno, der von jedem 3-Gang-Menu 10 Euro in den Spendentopf geben wird und Heimleiter Klaus Landen bis hin zu Bürgermeister Lutz Urbach, um nur einige Wenige zu nennen.

Eddi Stoffel
Bürgermeister Lutz Urbach
Sebastian Hempfling

Gestern fand sich dieser illustre Herren-Zirkel auf Brunos Schloßstrassen-Terrasse bei einem der besten Espressi der Gegend zusammen, um gemeinsam das Veranstaltungsplakat vorzustellen und den Ablauf des Abends zu beprechen.

Valentino Bruno

Ziel der Veranstaltung ist es in diesem Jahr, vermittels einer Tombola mit hochwertigen Preisen sowie der Versteigerung von signierten Sportler-Devotionalien unterschiedler Sportler verschiedener Disziplinen so viel Gelder einzuwerben, dass den leidgeprüften Kindern wirksam geholfen werden kann.

Aus diesem Grunde sind alle UnternehmerInnen und HändlerInnen herzlichst aufgerufen, Hotel-Chef Kurt Wagner nachzueifern, der freundlicherweise einen Übernachtungsgutschein im größten Barockschloß nördlich der Alpen (das mit den atemberaubenden Blicken auf malerischste Sonnenuntergänge hinter den Kölner Domspitzen) gespendet hat. Oder auch an Herrn Brune, der schöne Damen-Armreifen zur Verfügung stellt. Oder auch an Herrn Lübbers, der eine hochwertige Armbanduhr spendet.

Es wird gebeten, die (gerne auch Geld-)Spenden im Ristorante Italia auf der Schloßstrasse 62 unter dem Stichwort „Kindern Flügel Verleihen“ abzugeben. Spendenquittungen können selbstverständlich auf Wunsch ausgestellt werden.

v. l. n. r.: Sebastian Hempfling, Valentino Bruno, Bürgermeister Lutz Urbach, Eddi Stoffel, Klaus Landen

14. April 2019: Hebdomada sancta

Zur Feier der diesjährigen „heiligen Woche“, wie die Karwoche außerhalb des deutschsprachigen Raumes in der katholischen Liturgie genannt wird, und als kleiner Dank für die großartige Untertstützung des Podcasts „Die Besten ….“ kommen alle Abonnenten des Lichtbildner-YouTube-Kanals in den Genuss einer 50%-igen Vergünstigung für Porträt-Sitzungen und Unternehmens-Porträts.

Diese Rabatt-Aktion beginnt Palmsonntag um 10:00 Uhr und endet Karfreitag mit Freischaltung der Hedonistischen Karfreitagsliturgie von und mit Lady Dominique um 15:00 Uhr. Buchungen bitte nur via E-Mail.

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