21. Juni 2018: „American Spirit“

Vor 160 Tagen ist der großartige Mensch und Fotograf Peter H. Fürst verstorben. Heute wiederaufersteht er in der weit über 200 Jahre alten Kapelle der Kaune Contemporary – zumindest in einigen Arbeiten an deren Südwand.

Kaune und Boucherie
Michael Kaune (links) und Marc Boucherie vor den Arbeiten von Peter H. Fürst

Galerist Michael Kaune spendiert Fürsts großformatigen Arbeiten auf Dibond zurückhaltend schmale Schattenfugen-Rahmen, die trotz anfänglicher Skepsis auch Fürsts Nachlassverwalter Marc Boucherie bei der Vernissage überzeugen.

Jo Fober
Jo Fober vor seiner Grand Central Station

Neben Fürst zeigt die Kaune Contemporary Arbeiten der Amerikaner Todd Hido, Mark Arbeit und George Holz, sowie Werke der beiden Deutschen Peter Granser und Jo Fober.

Überaus beeindruckend sind die Arbeiten des in Köln lebenden und arbeitenden Jo Fober, wie zum Beispiel sein Bildnis der New Yorker Grand Central Station, das er aus zwei Einzelaufnahmen seiner Cambo-Fachkamera zusammengestitched hat.

 

 

Todd Hido, der während der Internationalen Photoszene 2014 einige Tage lang als artist in residence im damals frisch eröffneten The QVEST eine intensive Werkreihe im, auf und um Charles Eames Lounge-Chair schuf, zeigt seine Arbeiten im Chor der Kapelle, während die schlichten USM-Möbel mit einem seiner Bücher geadelt werden.

Todd Hido
Eröffnungsweißwein an Foto-Buch auf USM-Tisch

Auch die Arbeiten der anderen Künstler sind durchaus sehenswert. Insgesamt ist diesem zweifellos bei Weitem exzeptionellsten Ausstellungsspot in ganz Köln zu wünschen, dass das Beleuchtungskonzept mittelfristig eine Optimierung erfährt.

„American Spirit“ ist noch zu sehen bis zum 18. August 2018

Todd Hido
Todd Hido-Arbeiten im Chor der Kaune-Contemporary-Kapelle

 

©2018 für Text- und Bildbeiträge (soweit nicht anders angegeben): Dieter Röseler – alle Rechte vorbehalten.

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