11. August 2018: #minnsche

 „… Gerade weil Dieter Röseler den Bezug [zu August Sander] wagt, erhebt sich seine Bilderreihe „#minnsche“ weit über eine Ansammlung großartiger fotografischer Individualporträts. … und erlaubt triftige Einsichten in das Selbstbild einer Gesellschaft, die sich ihrer Selbst nicht mehr sicher ist.“
Kunsthistoriker und -kritiker Prof. Klaus Honnef in seiner Einführung zu #minnsche

 

Letzte Woche ist Alles in Essig und Öl gebracht worden – die erste #minnsche-Show wird am 30. August 2018 in der Kölner Südstadt eröffnet.

Ein guter Zeitpunkt, ein wenig über mein aktuelles Projekt zu erzählen.

enJOY! 🙂

 

Einladungskarte zur ersten #minnsche-Ausstellung im Rahmen der Internationalen Photoszene Köln 2018

 

 

 

 

31. Juli 2018: Deutschland 5Uhr30 | 12. Jahrestag der mißglückten Kofferbombenanschläge von Köln

2006 | Hauptbahnhof: Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 | Köln

Kofferbomben-Anschläge von Köln […] Am 31. Juli 2006 platzierten zwei aus dem Libanon stammende Studenten zwei in Rollkoffern versteckte Sprengsätze in Regionalzügen, die von Köln nach Hamm beziehungsweise Koblenz fuhren. Die Wecker lösen zwar zur eingestellten Zeit um 14.30 Uhr die Zündung aus, das Gas-Benzin-Gemisch in den Gasflaschen kann aber mangels Sauerstoff nicht explodieren. Wäre es anders gewesen, wären Splitter bis zu hundert Meter weit geflogen. Der eine Koffer wird im Fundbüro des Dortmunder Bahnhofs abgegeben und die Bombe dort entdeckt. Die zweite wird am nächsten Tag in Koblenz gefunden. Die Polizei veröffentlicht Videobilder der beiden Männer vom Kölner Hauptbahnhof, von denen einer ein Michael-Ballack-Trikot trägt. […] Das Motiv der beiden Muslime: Gotteskrieg gegen die Ungläubigen im Westen. Hamad wird am 18. Dezember 2007 in Beirut zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen El Hajdib fällt am 9. Dezember 2008 in Düsseldorf: lebenslange Haft.

DIE WELT vom 14. Dezember 2012, abgerufen am 21. September 2015 hier: welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article112029233/Kofferbomben-Anschlaege-von-Koeln.html


Exzerpt von Deutschland 5 Uhr 30 [Hommage an Chargesheimers Köln 5 Uhr 30]

 

©2015–2018 für Text- und Bildbeiträge (soweit nicht anders angegeben): Dieter Röseler – alle Rechte vorbehalten.

 

21. Juni 2018: „American Spirit“

Peter H. Fürst

Vor 160 Tagen ist der großartige Mensch und Fotograf Peter H. Fürst verstorben. Heute wiederaufersteht er in der weit über 200 Jahre alten Kapelle der Kaune Contemporary – zumindest in einigen Arbeiten an deren Südwand.

Kaune und Boucherie
Michael Kaune (links) und Marc Boucherie vor den Arbeiten von Peter H. Fürst

Galerist Michael Kaune spendiert Fürsts großformatigen Arbeiten auf Dibond zurückhaltend schmale Schattenfugen-Rahmen, die trotz anfänglicher Skepsis auch Fürsts Nachlassverwalter Marc Boucherie bei der Vernissage überzeugen.

Jo Fober
Jo Fober vor seiner Grand Central Station

Neben Fürst zeigt die Kaune Contemporary Arbeiten der Amerikaner Todd Hido, Mark Arbeit und George Holz, sowie Werke der beiden Deutschen Peter Granser und Jo Fober.

Überaus beeindruckend sind die Arbeiten des in Köln lebenden und arbeitenden Jo Fober, wie zum Beispiel sein Bildnis der New Yorker Grand Central Station, das er aus zwei Einzelaufnahmen seiner Cambo-Fachkamera zusammengestitched hat.

 

 

Todd Hido, der während der Internationalen Photoszene 2014 einige Tage lang als artist in residence im damals frisch eröffneten The QVEST eine intensive Werkreihe im, auf und um Charles Eames Lounge-Chair schuf, zeigt seine Arbeiten im Chor der Kapelle, während die schlichten USM-Möbel mit einem seiner Bücher geadelt werden.

Todd Hido
Eröffnungsweißwein an Foto-Buch auf USM-Tisch

Auch die Arbeiten der anderen Künstler sind durchaus sehenswert. Insgesamt ist diesem zweifellos bei Weitem exzeptionellsten Ausstellungsspot in ganz Köln zu wünschen, dass das Beleuchtungskonzept mittelfristig eine Optimierung erfährt.

„American Spirit“ ist noch zu sehen bis zum 18. August 2018

Todd Hido
Todd Hido-Arbeiten im Chor der Kaune-Contemporary-Kapelle

 

©2018 für Text- und Bildbeiträge (soweit nicht anders angegeben): Dieter Röseler – alle Rechte vorbehalten.